Federico da Montefeltro

Federico wurde 1422 in Gubbio geboren, und er starb am 10.September 1482 in Ferrara. Er war einer der bekanntesten und erfolgreichsten Condottieri der italienischen Renaissance. Er beschränkte sich nicht nur auf die Rolle eines Söldnerführers, sondern versammelte, nach dem er Herzog von Urbino geworden war eine große Zahl von Künstlern und Wissenschaftler um sich. Er schuf durch seine Sammelleidenschaft eine der größten Bibliotheken Italiens, damals die zweitgrößte neben der des Vatikans. In seinem Skriptorium beschäftigte er eine eigene Gruppe von Schreibern. Sein Wohnsitz war der herzogliche Palast von Urbino, eine der größten Architekturleistungen der frühen Renaissance, geplant wurde er von Luciano Laurana.Unehelich geboren und Erbe der kleineren Herrschaft Montefeltro, wurde Federico ein Söldner, dessen erfolgreiche zweite Karriere als Kunstmäzen begann, nachdem er die Stadt Urbino 1444, nach der Ermordung seines Halbbruders Oddantonio da Montefeltro übernommen hatte. Mit dem Mord an seinem Bruder wurde er schnell in Verbindung gebracht. Dieses behinderte seinen politischen Aufstieg, auch wenn er sich letzten Endes durchsetzten konnte. Sein Porträt von Piero della Francesca hängt in den Ufizien in Florenz und zeigt ihm im Profil, da bei einem Turnier eine Lanze durch das Visier drang, und damit der Nase ihre charakteristische Form gab und ihm zugleich ein Auge ausschlug.In den 1450 Jahren kämpfte er für den König von Neapel und seinen Verbündeten Papst Pius II. Er heiratete Batista Sforza aus einer der anderen erfolgreichen Söldnerfamilien, den Sforza aus Mailand. In ihrem Sold - Federico kämpfte niemals unentgeltlich brachte er Pesaro unter ihre Kontrolle, erhielt dafür fossombrone als Belohnung und machte sich damit Sigismondo Pandolfo Malatesta dem Herrn von Rimini in den Marken zu einem großen Feind. Ab 1459 kämpfte er in der Romagna für Pius II und gegen Malatesta, den er 1462 entscheidend am Fluss Cesano bei Senigallia schlug. Der Papst machte ihn zum Vikar über die eroberten Gebiete, aber als er versuchte selbst auch die Kontrolle über den früheren Besitz der Malatesta in Rimini zu erlangen, wechselte montefeltro die Seiten und kämpfte von nun an der Spitze einer Allianz von Städten gegen die päpstliche Macht. Urbino wurde 1474 von Papst Sixtus IV zum Herzogtum erhoben, der seinen Lieblingsneffen Giovanni della Rovere mit Federicos Tochter Giovanna verheiratete. Nach der fehlgeschlagenen Pazzi Verschwörung von 1478, in die Federico tief verstrickt war und nach neueren Erkenntnissen sogar als Auftraggeber gilt, kämpfte er gegen seinen früheren Auftraggeber die Florentiner, an der Spitze der päpstlichen Armee von Sixtus IV.Nach Federicos Tod 1482 folgte ihn sein Sohn Guidobaldo da Montefeltro als Herzog nach. Dieser heiratete Elisabetta Gonzaga die Tochter des Federico I Gonzaga von Mantua, das Paar blieb aber als Folge der Impotenz des Herzogs kinderlos. Nach Guidobaldos Tod 1508 ging das Herzogtum Urbino über dessen Schwester Giovanna an die Familie Della Rovere über.

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